Geckpfahl Restaurierung

Unser Hof hat am oberen Ende beider Giebel einen Giebelschmuck in Form eines eines 1.70m langen senkrechten, verzierten Holzbalkens aus Eiche. Dieser in Ostwestfalen als Geckpfahl bekannte Giebelschmuck soll so originalgetreu wie möglich renoviert werden.

Alter Geckpfahl

Die genaue Bedeutung des Geckpfahls ist bis heute wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Vergleichbare Giebelpfähle gibt es seit Jahrhunderten in vielen unterschiedlichen Kulturen. Das derzeit älteste erhaltene Exemplar stammt aus Wodarg (Landkreis Demmin in Mecklenburg-Vorpommern) und ist auf etwa 1300 datiert.

Obwohl beide Geckpfähle stark verwittert sind, kann man noch recht gut die ursprüngliche Form erkennen und verrostete Nagelreste geben preis, dass auf den Kanten mal dekorative Elemente befestigt waren.

Auf der Suche nach vergleichbaren Geckpfählen in der näheren Umgebung sind wir vor allem in Frille fündig geworden.

Geckpfahl in Frille Geckpfahl in Frille Geckpfahl in Frille

Da diese Geckpfähle selber auch in letzten Jahrzehnten mal erneuert worden sind, ist es schwierig einzuschätzen inwiefern sie noch historisch korrekt sind, aber immerhin stimmen sie doch recht gut überein mit dem was noch auf unserem Geckpfahl zu erkennen ist. So in etwa könnten unsere Geckpfähle also mal ausgesehen haben.

Da das Hauptdach nun weitgehend fertig ist, werden als nächstes die Steckwalme und Giebel mit den Geckpfählen renoviert.

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